Nebelthau-Gymnasium

Nebelthau-Schüler entwickeln alternatives Füllmaterial

18.3.2019

Der Schüler- und Jugendwettbewerb „Jugend forscht" gilt im Bereich der Naturwissenschaften und Technik als der bekannteste Wettbewerb in Deutschland. Ziel des Wettkampfs ist es, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Deutschlandweit werden jährlich mehr als 100 Wettbewerbe auf Landes- und Regionalebene durchgeführt. Zu den diesjährigen Preisträgern des Bremen-Nord-Wettbewerbs gehören auch die beiden Schüler des Nebelthau-Gymnasiums Stine Schikora und Jonas Nordhoff. Sie belegten den zweiten Platz in der Kategorie Physik und gewannen zudem den Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe".

In ihrer eingereichten Arbeit haben sich die Abiturienten mit der Entwicklung eines alternativen Füllmaterials für Versandverpackungen beschäftigt. Dieses soll künftig als Ersatz für die üblichen Styropor- bzw. Pflanzenstärkechips, Kunststoffluftpolsterfolien oder aus Papier hergestellten Füllmaterialien dienen. Sie nutzten dafür selbst hergestellte Chips aus der Schale der Frucht Pomelo, eine aus einer Kreuzung von Pampelmuse und Grapefruit entstandenen Zitrusfrucht. Im Rahmen ihrer Forschung unterzogen die beiden dem alternativen Füllmaterial verschiedene Belastungstests: So erforschten sie die Entflammbarkeit, das Gewicht im Vergleich zu anderen Materialien, die Wasserspeicherkapazität und vergaßen auch nicht, diverse Praxistests durchzuführen.

Ein wichtiger Aspekt für die jungen Forscher ist die Nachhaltigkeit ihres Füllstoffes: Alle üblichen Füllmaterialien für Verpackungen basieren entweder auf der begrenzten Ressource Erdöl oder sie werden aus extra zu diesem Zweck angebauten Pflanzen hergestellt, die dann Flächen für die Produktion von Nahrungsmitteln blockieren. Die Schale der Pomelo hingegen ist – besonders in asiatischen Ländern, in denen Pomelo-Saft ein übliches Getränk ist – ein in großen Mengen anfallendes Abfallprodukt, das bislang entweder kompostiert oder als minderwertiges Viehfutter verwertet wurde. Die Schale hingegen als Füllmaterial zu nutzen ist eine bislang noch nicht in Betracht gezogene, ressourcenschonende Alternative, wie Stine Schikora und Jonas Nordhoff in ihrer Arbeit beweisen.

Insgesamt 132 Kinder und Jugendliche aus Burglesum, Vegesack und Blumenthal reichten in diesem Jahr 65 Projekte bei dem Regional-Wettbewerb ein.